Menschen und Unternehmen

Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, ersetzen konventionelle Kraftwerke die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, um die Versorgung mit Strom in Deutschland aufrecht zu erhalten. Außerdem sichert die Braunkohle in Deutschland rund 70.000 Arbeitsplätze – davon knapp 21.000 direkt in der Braunkohlenindustrie. Die Unternehmen, die in Deutschland aus Braunkohle Strom und andere Produkte erzeugen, sind über vier Reviere verteilt: Die RWE Power AG im rheinischen Revier, die Lausitz Energie Bergbau AG bzw. Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG) im Lausitzer Revier, die MIBRAG mbH und die ROMONTA GmbH im mitteldeutschen Revier und die Helmstedter Revier GmbH im Helmstedter Revier. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV mbH) ist als Projektträgerin der Braunkohlensanierung verantwortlich für die geordnete und wirtschaftliche Sanierung der stillgelegten Braunkohlentagebaue und Veredlungsbetriebe der ehemaligen DDR.

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RWE

RWE

Bei RWE Power sind die Gewinnung der Braunkohle und die Stromerzeugung auf Basis von Braunkohle und Kernenergie innerhalb des RWE-Konzerns gebündelt.

Der von RWE Power erzeugte Strom wird überwiegend durch die Schwestergesellschaft RWE Supply & Trading auf dem Großhandelsmarkt verkauft. Der Kraftwerkspark der RWE Power umfasst einschließlich Beteiligungen rund 20 Großkraftwerke und zahlreiche kleinere Erzeugungsanlagen. Die installierte Nettoleistung beträgt insgesamt rund 17,4 Gigawatt (Stand: Mitte 2017).

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LEAG

LEAG

Für annähernd jede zehnte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland verbraucht wird, sorgen die Tagebaue und Kraftwerke der LEAG. An den Unternehmensstandorten in Brandenburg und Sachsen sind knapp 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

Die LEAG ist das größte ostdeutsche Energieunternehmen und einer der größten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber in der Lausitz und in Mitteldeutschland. Die Lausitz Energie Bergbau AG betreibt im Lausitzer Braunkohlenrevier die Tagebaue Jänschwalde, Welzow-Süd, Nochten und Reichwalde und entwickelt in den kommenden Jahren den ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord zum Cottbuser Ostsee, dem größten künstlichen Gewässer in Deutschland.

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MIBRAG

MIBRAG

MIBRAG wurde 1994 als erstes Unternehmen der ostdeutschen Braunkohlenindustrie privatisiert. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf den Süden von Sachsen-Anhalt und den Südraum Leipzig.

Zum Unternehmen gehören die beiden Tagebaue Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen, eine Staubfabrik in Deuben sowie zwei Industriekraftwerke in Deuben und Wählitz. Die Geschäftstätigkeit der MIBRAG ist langfristig auf die Versorgung der modernen Kraftwerke Lippendorf in Sachsen und Schkopau in Sachsen-Anhalt gerichtet. Die Produktion von Braunkohlenstaub wird der Marktentwicklung angepasst fortgeführt.

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ROMONTA

ROMONTA

Mit der Extraktion von Montanwachs aus Braunkohle betreibt die ROMONTA GmbH eine stoffliche Nutzung der Braunkohle im Sinne der Herstellung von Basischemikalien für die chemische Industrie und andere Industriezweige.

Neben dem Kerngeschäft, der Produktion von Montanwachs, entwickelt ROMONTA eigene Produktlinien zur maßgeschneiderten Anwendung von Montanwachsmodifikaten, insbesondere für spezielle Einsatzzwecke im Feinguss, in der Hydrophobierung von Gipskartonplatten oder Holzwerkstoffen sowie in der Asphaltindustrie.
ROMONTA betreibt zur wirtschaftlichen Nachnutzung rekultivierter Bergbauflächen eine aktive Standortpolitik. In diesem Zusammenhang spielt neben der Ansiedlung kleiner und mittelständischer Betriebe die Integration erneuerbarer Energien eine zunehmende Rolle. So betreiben verschiedene Partner auf diesen Flächen heute einen Windpark, einen Solarpark und eine Biogasanlage.

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Helmstedter Revier GmbH

Helmstedter-Revier-GmbH

Die Helmstedter Revier GmbH (HSR) ist eine hundertprozentige Tochter der MIBRAG. Die Kohlengewinnung im Helmstedter Revier lief im Herbst 2016 aus. Seit dem 1. Oktober 2016 befindet sich das Kraftwerk Buschhaus für vier Jahre in der sog. Sicherheitsbereitschaft und wird anschließend stillgelegt.

Während der Sicherheitsbereitschaft ist das Kraftwerk Buschhaus vom Netz genommen. Das Kraftwerk wird durch die HSR nicht mehr am Markt eingesetzt. Ein Anfahren ist nur auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers gestattet. Die Überführung des Kraftwerks Buschhaus in die Sicherheitsbereitschaft ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung und trägt zur Erreichung der Klimaschutzziele für 2020 bei.

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LMBV

LMBV

Seit 1994 ist die bundeseigene LMBV Projektträgerin der Braunkohlensanierung in den neuen Bundesländern, die nach der Deutschen Einheit vom Bund und den betroffenen Bundesländern auf den Weg gebracht wurde.

Die LMBV wurde im Jahr 1994 mit den Geschäftsfeldern des Auslaufbergbaus für nicht mehr langfristig rentable Betriebe der Braunkohlenindustrie, für die Sanierung von bereits stillgelegten Tagebauen und Braunkohlenveredlungsanlagen sowie für die Verwertung des damit im Zusammenhang stehenden Flächeneigentums gegründet. Sie hat die Verantwortung für 39 ehemalige Braunkohlentagebaue mit 224 Restlöchern in den neuen Ländern übernommen, hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Flächen, die zu sanieren und zu verkaufen sind.
Die Hauptleistungen flossen in die Herstellung der öffentlichen Sicherheit, in die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft, die Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes, die Gefahrenabwehr gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs sowie in Projekte der Folgenutzung.

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