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Buchveröffentlichung: „Bergbau und Umsiedlungen im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier“

Markkleeberg (17.05.2022) – Die Gewinnung der Braunkohle im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier ist eng verbunden mit dem Thema Umsiedlungen. Diesem durchaus komplexen Thema der Regionalgeschichte widmet sich jetzt umfassend das im SAX-Verlag erschienene Buch „Bergbau und Umsiedlungen im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier“. Im Raum Gräfenhainichen, Bitterfeld, Delitzsch, Leipzig, Borna, Altenburg, Zeitz, dem Geiseltal, Halle und Nachterstedt gingen seit 1925 insgesamt 140 Ortslagen ganz oder teilweise verloren. Die Umsiedlungen betrafen rund 53.000 Menschen.

Das Buch spannt einen thematischen Bogen von der Raumordnung über die Siedlungsentwicklung bis hin zur Sozialverträglichkeit. Mit umfangreichem Karten- und Bildmaterial, Detaildarstellungen, Zeitzeugeninterviews und Analysen historischer Dokumente ermöglicht die Monographie eine differenzierte Sicht auf die sozialen Auswirkungen bergbaulicher Aktivitäten im Kontext sich verändernder energie- und umweltpolitischer Rahmenbedingungen.

Herausgeber sind die Kulturstiftung Hohenmölsen, die selbst auf die 1998 abgeschlossene Umsiedlung der Gemeinde Großgrimma zurückgeht, sowie Prof. Dr. Andreas Berkner als langjähriger Kenner der Bergbau- und Landschaftsentwicklung im Revier. Berkner übernahm die Schriftleitung und damit die Koordination eines umfassenden Netzwerks aus engagierten Heimatforschern, Betroffenen, Bergleuten und Wissenschaftlern.

Inhaltsübersichten und ausführliche Leseproben finden sich unten dem folgenden Link: https://www.sax-verlag.de/detailview?no=29-266

Flyer_Umsiedlungen