Produkt und Produktion

Der Bodenschatz Braunkohle

Der Bodenschatz Braunkohle

Heimische Braunkohle macht unabhängig von Strom- und Rohstoffimporten.

Der Ursprung der Braunkohle geht auf die Pflanzenwelt und die vor Millionen Jahren entstandenen Torfmoore zurück, die im Lauf der Erdgeschichte mehrfach von Meeres- und Flussablagerungen, wie Sand oder Kies, überdeckt wurden. Die Hauptepoche der Entstehung von Braunkohle ist die Mitte des Tertiärs, das Miozän.
Die nutzbaren Lagerstätten sind im Wesentlichen in drei Regionen konzentriert: das Rheinland, die Lausitz sowie in Mitteldeutschland, das Gebiet in der Region Leipzig und Halle. Die Braunkohlenvorkommen in Deutschland zusammengenommen würden noch für Generationen reichen.

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Die Gewinnung der Braunkohle

Die Gewinnung der Braunkohle

Tagebaue und Kraftwerke arbeiten im engen Verbund. Das garantiert Versorgungssicherheit, vor allem, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

In den deutschen Braunkohlenrevieren kommt modernste Großgerätetechnik zum Einsatz. In einem ersten Schritt tragen Schaufelradbagger die obere Bodenschicht, den fruchtbaren Lösslehm, selektiv ab. Anschließend wird der darunter liegende Abraum, bestehend aus Kiesen, Sanden und Tonen, gewonnen, um die Braunkohle freizulegen. Dann erfolgt die eigentliche Gewinnung. Die Kohle wird über Förderbänder oder mit der Bahn zum nahegelegenen Kraftwerk transportiert und hier unmittelbar eingesetzt oder zunächst zwischengelagert.

Gewinnung und Nutzung der Braunkohle erfolgen auf einer umfassenden rechtlichen Basis, nach Prüfung der energiewirtschaftlichen Notwendigkeit und unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit.

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Die Nutzung der Braunkohle

Die Nutzung der Braunkohle

Aus Braunkohle werden knapp 23 Prozent des Stroms in Deutschland erzeugt. Dieser hohe Anteil lässt sich nicht von heute auf morgen ersetzen.

Braunkohle wird in modernen Kraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt. 2018 wurden insgesamt 145,5 Mrd. kWh Strom aus Braunkohle erzeugt. Braunkohlenkraftwerke haben in den zurückliegenden Jahren ihre Effizienz deutlich erhöht und sind flexibler geworden. Insgesamt ist der CO2-Ausstoß aus Braunkohle seit 1990 um mehr als 50 Prozent gesunken.

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Arbeits- und Gesundheitsschutzschutz

Arbeits- und Gesundheitsschutzschutz

Der Arbeitsschutz ist in der Braunkohlenindustrie ausgesprochen gut entwickelt: Bei der Anzahl der Arbeitsunfälle liegt die Branche weit unter dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft. 

Wegen der schwierigen Arbeitsbedingungen hat der Arbeitsschutz im Bergbau eine langjährige Tradition. Trotz des enormen wirtschaftlichen Drucks auf die Unternehmen und der seit Jahren andauernden Umstrukturierungsprozesse weist die Braunkohlenindustrie seit 1996 eine Unfallquote von deutlich unter 10 aus. Diese Leistung ist von keinem anderen Industriezweig bekannt.

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Spannungsfeld Tagebau/Region

Spannungsfeld Tagebau/Region

Die planerisch und genehmigungsrechtlich abgesicherten Tagebaufelder werden im Verlauf der Abbautätigkeit schrittweise in Anspruch genommen. Der tagebaubedingte Flächenbedarf steht dabei in Konkurrenz zu bestehenden Nutzungen.

Der größte Teil der bergbaulich in Anspruch genommenen Flächen sind Landwirtschafts-, in einigen Fällen auch Forstwirtschaftsflächen. Darüber hinaus liegen in den Abbaufeldern Siedlungen, gewerbliche Nutzungen, Verkehrswege und Gewässer, die im Zuge des Tagebaufortschritts verlegt werden müssen. Von Eingriffen durch den Tagebau ist auch der Grundwasserhaushalt betroffen. Um den sicheren Betrieb der Tagebaue zu gewährleisten, muss der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Braunkohlenbergbau ist also unvermeidlich mit Eingriffen in den Lebensraum von Mensch und Natur verbunden. Durch Ausgleichsmaßnahmen und Rekultivierungen werden die Auswirkungen in engen Grenzen gehalten.

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