Informationen und Meinungen 01/2021

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  • EU-Klimapolitik Europäische Entscheidungen müssen nationalen Kohle-Kompromiss berücksichtigen
  • Kohleausstieg Bundestag stimmt öffentlich-rechtlichem Vertrag zu
  • LCP-BREF Gerade noch leistbare Anforderungen
  • Rheinland Erste Stilllegung im Kraftwerk Niederaußem
  • Lausitz Revierplanung an gesetzlichen Ausstiegspfad angepasst
  • Mitteldeutschland Angepasste Bergbauplanung für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain
  • Versorgungssicherheit Übertragungsnetzbetreiber verhindern Blackout
  • Stromversorgung Erneuerbare können Bedarf nicht decken
  • Braunkohle Jahresproduktion weiter zurückgegangen
  • EURACOAL Neuer Präsident
  • Kohle Sonderbeauftragter für ukrainische Kohle

Informationen und Meinungen 06/2020

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  • EU-Kommission Brüssel stimmt Kohleausstiegsgesetz in Teilen zu
  • Leitentscheidung DEBRIV fordert klare Perspektiven für das rheinische Braunkohlerevier
  • Kohle Bedeutung des europäischen Marktes schrumpft
  • Sachsen Energie- und Klimaprogramm hat Nachbesserungsbedarf
  • Energiewende Massive Folgewirkungen bei verzögertem Windenergieausbau
  • Versorgungssicherheit Zu wenig Strom in kalten Wintern
  • Braunkohle Herbst brachte Zuwächse

Informationen und Meinungen 05/2020

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  • Rheinland NRW-Landesregierung legt Entwurf für neue Leitentscheidung vor
  • Anhörung Öffentlich-rechtlicher Vertrag entspricht den Anforderungen
  • Klimaschutz EU diskutiert neue Ziele für 2030
  • Klimaschutz Wirtschaftsminister prescht vor
  • Wissenschaft Zweifel an Erreichung der Klimaneutralität
  • DEBRIV Aktivisten besetzen kurzfristig DEBRIV-Büros

Energiewirtschaftliche Bedeutung der Braunkohlenutzung in Deutschland

Das Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart (IER) hat die zukünftige energiewirtschaftliche Bedeutung der Braunkohlennutzung
im Rahmen der europäischen Klimapolitik und unter Berücksichtigung unterschied-
licher energiepolitischer Rahmenbe- dingungen abgeschätzt. Die kürzlich vorgelegte Untersuchung umfasst den Zeitraum bis 2030 sowie einen „qualitativen Ausblick auf die folgenden Jahrzehnte.“

Ziel der Studie ist es, den Beitrag der Braunkohle für die künftige Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Stromversorgung im Spiegel der Modernisierung von Bestandskraft-
werken, dem Bau neuer effizienter Braunkohlenkraftwerke in Deutschland sowie der Anwendung von CCS-Technologien zu bestimmen.

Die Autoren gehen davon aus, dass eine isolierte Szenarioanalyse für Deutschland keine belastbaren Prognosen zulässt. Da die Reduktion der Treibhausgasemissionen, Steigerung der Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien durch gemeinsame Anstrengungen aller EU-Mitgliedsstaaten erreicht werden sollen, gibt es direkte Rückwirkungen der europäischen Energie- und Klimapolitik auf das deutsche Energiesystem. Darüber hinaus führen das europäische Emissionshandelssystem sowie der Energieaustausch, insbesondere
der grenzüberschreitende Stromaustausch, zu vielfältigen Wechselwirkungen.

Hier als pdf-Datei verfügbar sind
die Sudie, eine Zusammenfassung in  Informationen und Meinungen sowie eine Presseinformation.

A STRATEGY FOR CLEAN COAL

Contents
Summary
Introduction
A Clean Coal Strategy – Three Steps to a Sustainable Future
Efficiency – More Electricity from less coal
Flexible clean coal – complementing renewables
CO2 capture and storage – tomorrow’s technology proven today
Progress Review – is the clean coal strategy on track?
Pollution control – an eu sucess story
Coal across the european union
Coal around the world
Next Steps
References

Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland – Kurzfassung

Auf dem Weg zu einem klimafreundlichen, versorgungssicheren und preisstabilen Energiemix der Zukunft kann die Braunkohleindustrie in der Lausitz und in Mitteldeutschland langfristig eine wichtige Rolle als Partner der erneuerbaren Energien spielen. Zugleich hat sie das Potenzial, noch über einige Jahrzehnte mehrere Tausend Arbeitsplätze in der ostdeutschen Wirtschaft zu sichern. In dieser Studie wurden in vier Szenarien unterschiedliche Rahmenbedingungen durchgespielt. Ein Ergebnis ist, dass sich aus energiewirtschaftlicher Sicht ein ambitionierter Klimaschutz, erneuerbare Energien und Braunkohlenutzung miteinander vereinbaren lassen. Voraussetzung hierfür ist die umfassende Einführung der CCS-Technik für Braunkohle ab dem Jahr 2030. Mit einer Energiepolitik, die auf heimische Energieträger wie erneuerbare Energien und Braunkohle setzt, kann die Importabhängigkeit Deutschlands in der Brennstoffversorgung der Stromerzeugung von 56 Prozent (2010) auf 12 Prozent im Jahr 2050 reduziert werden. Dies würde sich positiv auf die Strompreise auswirken, die dann niedriger lägen als in anderen Szenarien, bei denen die Braunkohle eine geringere Rolle spielt.

Bedeutung der Braunkohle in Ostdeutschland – Langfassung

Auf dem Weg zu einem klimafreundlichen, versorgungssicheren und preisstabilen Energiemix der Zukunft kann die Braunkohleindustrie in der Lausitz und in Mitteldeutschland langfristig eine wichtige Rolle als Partner der erneuerbaren Energien spielen. Zugleich hat sie das Potenzial, noch über einige Jahrzehnte mehrere Tausend Arbeitsplätze in der ostdeutschen Wirtschaft zu sichern. In dieser Studie wurden in vier Szenarien unterschiedliche Rahmenbedingungen durchgespielt. Ein Ergebnis ist, dass sich aus energiewirtschaftlicher Sicht ein ambitionierter Klimaschutz, erneuerbare Energien und Braunkohlenutzung miteinander vereinbaren lassen. Voraussetzung hierfür ist die umfassende Einführung der CCS-Technik für Braunkohle ab dem Jahr 2030. Mit einer Energiepolitik, die auf heimische Energieträger wie erneuerbare Energien und Braunkohle setzt, kann die Importabhängigkeit Deutschlands in der Brennstoffversorgung der Stromerzeugung von 56 Prozent (2010) auf 12 Prozent im Jahr 2050 reduziert werden. Dies würde sich positiv auf die Strompreise auswirken, die dann niedriger lägen als in anderen Szenarien, bei denen die Braunkohle eine geringere Rolle spielt.