EEFA Studie – Rohstoffgewinnende Industrie in Deutschland – Hans-Böckler-Stiftung 2016

Die Studie untersucht die relevanten empirischen und gesamtwirtschaftlichen Aspekte der rohstoffgewinnenden Industrie in Deutschland auf Basis von Daten der Jahre 2008 bis 2013. Ausgehend von den ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen stellt die Studie die direkten Impulse dar (Beschäftigung, Vorleistungsbezüge und Investitionen), die von der rohstoffgewinnenden Industrie auf das Wirtschaftswachstum und Beschäftigung am Standort Deutschland ausgehen, differenziert nach einzelnen Subbranchen der Rohstoffindustrie. Da die alleinige Betrachtung der direkten Effekte nur ein unvollkommenes Bild der tatsächlichen Bedeutung der Rohstoffindustrie für die Volkswirtschaft zeichnet, ermittelt die Studie über die direkten gesamtwirtschaftlichen und sektoralen Effekte hinaus auch die indirekten sowie die (konsum- bzw. einkommens-) induzierten Impulse, die sich aus den Liefer- und Leistungsverflechtungen des Bergbaus ergeben.

Final Report

Im Auftrag von EURACOAL, dem Verband der europäischen Kohleindustrie, sowie zahlreichen weiteren Verbänden und Unternehmen der kohlegewinnenden und -nutzenden Industrie hat Prognos im Sommer 2007 ein Gutachten zur zukünftigen Rolle der Kohle in Europa (The Future Role of Coal) vorgelegt. Die Untersuchung erfolgte auf Basis von Szenarien, bei denen ein breites Spektrum der unterschiedlichen Einflussfaktoren aufgespannt wurde. Wichtige berücksichtigte Einflussfaktoren sind: Energiepolitik (Kernenergiepolitik, Förderung Erneuerbarer Energien, Marktstruktur), Klimavorsorgepolitik, technische Entwicklung, Energiepreise. Diese Einflussfaktoren sind für die einzelnen Länder separat untersucht und dokumentiert worden. Insgesamt decken die Szenarien ein breites Spektrum an unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen ab. Nach den politischen Beschlüssen des EU Rates von März 2007 werden bei den Szenarien Fälle eher wahrscheinlich, die eine anspruchsvolle CO2-Minderungspolitik verfolgen.

Die Ergebnisse werden in erster Linie bestimmt durch Höhe und Abstand der Gas-/Kohle-Preise. In zweiter Linie werden sie durch die CO2-Minderungspolitik beeinflusst, deren Intensität sich in der Höhe der CO2-Preise widerspiegelt.

Im Ergebnis hat die Kohle in der Stromversorgung sowohl eine exzellente Langzeitperspektive als auch eine gute Wettbewerbsposition. Die Marktstellung der Kohle verbessert sich bei steigenden Gaspreisen weiter. Die Zukunft der Kohle in Europa wird auch bestimmt durch technologische Antworten auf das Klimaproblem. Mit der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) stehen Verfahren zur Verfügung, die zukünftig, das heißt nach 2020, bei systematischer Entwicklung unter angemessenen Rahmenbedingungen eine weitgehende Vermeidung des CO2-Ausstoßes zu vertretbaren Kosten verwirklichen können. Nicht weniger wichtig sind weitere Effizienzverbesserungen bei den Kraftwerken.